Lageplan
Schnitt
Erdgeschoss
1. Obergeschoss
2. Obergeschoss
3. Obergeschoss

BAHNSTADT W6, Gebäude A2

„SOLITÄR IN DER REIHE“

DAS EINZELNE IM GROSSEN GANZEN
Die Bahnstadt ist ein großes Bauprojekt. Ein neues Stück Stadt entsteht. Die einzelnen Bausteine darin sollen Wiedererkennungswert besitzen, dabei aber nie den Zusammenhang zum Stadtraum verlieren.
A2 stellt sich als eigenständiger Baukörper, der ausgerichtet zwischen grünem Innenhof und ruhigem  Wohnweg zur Promenade. Loggien gestalten den geschützten Übergang zwischen dem privatem Innen und dem öffentlichem Außen und gliedern den Baukörper, und bilden eine klare Fuge zum Nachbarn. Das Haus tritt, obwohl in der Reihe stehend als in sich geschlossene Einheit auf. Die zentrierte Ansicht zur Straße ohne steife Symmetrie betont die Freistellung und bleibt doch Teil des Ganzen.

STADTWOHNEN HAUSGEMEINSCHAFT
Die Lebensentwürfe unserer Gesellschaft sind ein „bunter Strauß“, diesen Sachverhalt spiegelt das Haus wieder. In der Vielfalt des Angebots unterschiedlicher Wohnungen, aber auch in der Nutzbarkeit des einzelnen Grundrisses selbst.
Ein lichtes Treppenhaus mit behindertengerechtem Aufzug erschließt die Wohnungen und ist Begegnungsraum der Hausgemeinschaft. Auf 4 Wohnebenen verteilt liegen 7 Wohneinheiten.

Das Grundrissangebot ist vielfältig.
- 2 Loftwohnungen mit Gartenanteil (62 bzw. 119 m²)
- 3 Loftwohnungen mit Loggien (74, 115 und 74 m²)
- 2 Maisonette Wohnungen mit Dachterrasse (133 und 100 m²)

 

 

Alle Wohnungen verfügen über Tiefgaragenstellplätze und Abstellflächen auf der UG/TG Ebene.

Den Bewohnern bieten die Grundrisse verschiedene Optionen, sie entsprechend der eigenen Bedürfnisse auszugestalten.

Ein zentraler Wohn-Ess-Bereich als vielfältig nutzbarer Gemeinschaftsraum bildet das Zentrum der Wohnungen. Er orientiert sich sowohl zum Hof als auch zur Straße, zur Morgen- wie zur Abendsonne. Mit dem Element der Loggia wird der Freiraum in den Grundriss einbezogen, so wird er Teil der Wohnung. Um den zentralen Wohnbereich herum sind die Individualräume angelagert und teilweise über Schiebetüren großzügig mit ihm verbunden. Auch sie sind vielfältig nutzbar, als klassische Kinder- oder Schlafzimmer oder eben als Arbeits-, Musik- oder Medienräume.

EFFIZIENZ UND GROSSZÜGIGKEIT
Knapp gehaltene Grundrisse charakterisieren die Wohnungen mit dem Ziel, preis-werten Wohnraum zu erhalten. Der Verzicht auf Flure, schafft Mehrraum und damit Mehrwert für das individuelle Wohnen. Zahlreiche Blickbezüge und Verbindungen zum Hof und zur Stichstraße lassen das hochwertige Umfeld Teil jeder einzelnen Wohnung werden und schaffen Großzügigkeit – trotz Effizienz des Flächenangebots.

NACHHALTIGKEIT x 3
Die vielfältige, flexible Anlage der Grundrisse der Wohnungen, ihre Einbindung in den Stadtraum und die hochwertige energetische Ausführung als Passivhaus sind die wesentlichen Aspekte nachhaltigen Wohnungsbaus und Grundlage des Konzepts.

 

 

Bahnstadt Heidelberg W6 A2

Aufgabe:
Neubau eines Wohngebäudes in Passivhausstandard

5. Preis Wettbewerb nach GRW EU offen 2008

Auszeichnung:
Engere Wahl Deutscher Bauherrenpreis 2015/2016 als Gemeinschaftsprojekt W6

Auftraggeber:
GGH Heidelberg

Wohnfläche: 661 m2

Wohnungen: 7 (Eigentumswohnungen)

Bauzeit: Wettbewerb 2008, Bezug 2012

Planung:
Jöllenbeck & Wolf Architekten BDA
Planung Leistungsphasen 1-9
Mitarbeit: Beatrice Frank, Nadja Benz

Tragwerksplanung:
AWD beratende Ingenieure Köln  

HLS – Ingenieur :
Gruppe solares Bauen Freiburg 

Elektroingenieur:
Vlassak & Wolf beratende Ingenieure für Elektrotechnik

Visualisierung:
Grafikbüro DeBoer

Fotografien:
Ott Fotografie, Nikolay Kazakov

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